Dienstag, 27. September 2011

La belle nature..


Wie schon angekündigt war meine nächste Station „La belle nature..“  -  WOOW :)
Diese Wälder, Seen, Weiten.. einfach unbeschreiblich !! Aber ich will von vorne anfangen und dem Wunsch meiner geliebten Schwester nachgehen und ein bisschen mehr schreiben ! :)
Am Mittwoch, 21.09,  sind wir mittags mit unserem kleinen Mietautochen losgefahren, erst nach "Baie-St-Paul" am Lorenzstrom entlang und von dort nochmal ca 30 km ins Landesinnere zum "Parc national des Grands-Jardins".
http://www.sepaq.com/pq/grj/

Wir haben dann bei "Empfangshaus" für die nächsten zwei Nächte Betten im "Refuge Pointu #2" gebucht und haben uns auch sofort auf den Weg zu unserer Unterkunft gemacht.
Es waren mit dem Auto nochmal ca. 15min bis zum Parkplatz eines Campingplatzes, der aber komplett leer war, und von dort nochmal ca. 50min Fußmarsch über den nächsten Berg !! :)
Der Weg war  schmal und ziemlich bewachsen, wir haben uns aber nicht viel dabei gedacht, bis wir am nächsten Tag erfahren haben, dass das der "Schneeschuhweg" war und es einfacher ist dem Fluss zu folgen und dann einen etwas breiteren Weg zu unsrer Hütte zu nehmen. :)
Als wir auf den etwas breiteren Weg kamen, ca. 10 min vor unserer Hütte, hörten wir irgendein Rascheln im Gebüsch. Ziemlich laut sogar. Der erste Einfall war "oh ein Mensch", der zweite "oh nein, außer uns ist hier gerade niemand", dann hörten wir ein Schnauben und schon schauten wir uns völlig geschockt an "EIN BÄR !!“ Der erste Schock wich aber der Erleichterung als wir ein großes Geweih sahen, ein Elch also. Dann kam aber sofort der zweite Schock, er kam auf uns zu und war RIESEN GROSS !!! :) Uns viel ein, dass wir keine Ahnung hatten was zu tun ist, wenn ein Elch kommt und vor allem ob die auch gefährlich sind. Wir bewegten uns leicht rückwärts und schon hatte er uns gehört und ist davongerannt. Leider ! :)
Ein paar Minuten später kamen wir an unseren See, den "Lac pointu". Ich musste natürlich erstmal darin rumplanschen und habe mich dann auf einen Stein gesetzt und die Aussicht genossen.
Immer wieder, auch in den folgenden Tagen, hielten wir inne und lauschten der Stille. Unbeschreiblich, wirklich!
Wir schauten uns unsere Hütte an, eigentlich wie ein Jugendherbergszimmer mit 3 Hochbetten, ein Holztisch und ein Holzofen. Außer uns war niemand dort, weder in unserer noch der anderen Hütte.
Aber erst sind wir noch ein bisschen rumgelaufen, dh. nochmal eine gute Stunde "wandern", haben die Natur genossen und einfach die Gegend auf uns wirken lassen. In der Gegend gab es 1999 ein riesigen Waldbrand und auch heute sieht es noch aus wie ein Baumfriedhof. Allerdings wachsen dort viele Blaubären und das ist ja das Lieblingsessen der Schwarzbären. Trotzdem haben wir leider keinen gesehen.
Als es dunkel wurde haben wir dann ein Feuer angeworfen um die Hütte etwas zu erwärmen. Wasser gabs in unserer Trinkflasche oder am See, Licht nur durch unsere Kerzen und Wärme durch das Feuer ! TOLL !! :)

Am nächsten Tag, 22.09, war leider nicht super Wetter, trotzdem schaute immer mal wieder die Sonne raus, was uns natürlich sehr freute. Wir hatte uns einen ca 2 Std Weg rausgesucht, „La pinède“, in einem anderen Teil des Parks, durch die Tundra. Das Moos das den Boden unter den Nadelbäumen bedeckt sieht aus wie ein Schneeteppich. :)

Am Freitag, 23.09, haben wir all unsere Sachen wieder zum Auto getragen und uns auf den Weg zu „Mont du Lac des Cygnes“ gemacht. In einer guten Stunde waren wir auf dem bekannstesten Berg des Parks und haben das bunte und unglaublich weite Panorama in alle Richtungen genossen.
Danach sind wir wieder Richtung „Baie-St-Paul“ gefahren, da es dort aber nichts tolles geben sollte haben wir entschieden ein bisschen weiter nordöstlich zu fahren. Auf einer „Küstenstrasse“ von der aus man immer wieder auf den Lorenzstrom blicken konnte, und haben am Ende noch die Fähre über eine Bucht genommen, bis nach „Tadoussac“. Dort sind wir etwas am Strand spaziert, haben an dem absoluten Hippiehostel unser Picknick gemacht und wären dort auch gerne die Nacht geblieben. Leider war eine Schulklasse dort und nur noch ein Platz frei.
Also sind wir nach dem Abendessen wieder ins Auto gestiegen, dann wieder mit der Fähre gefahren und zurück nach „Baie-St-Paul“ wo wir in einem grünen Hostel, mitten im Wald auf einem Hügel über der Stadt übernachtet haben.
Es gab ein riesen Lagerfeuer mit Blick über die Stadt. Ein toller Abschluss für unseren Trip ! :)
Am nächsten Morgen ging es früh los, um 10 musste das Auto wieder in Québec sein.
Wir verabschiedeten uns und ich bin wieder zu Véronique gelaufen.

Vero und ich haben uns dann einen schönen Tag gemacht mit kanadischem Frühstück, ein bisschen shoppen, Eisessen, im Park sitzen und abends lecker Nachos essen und mit ihren Freunden ein Bierchen trinken in einer Urigen Kneipe ! :) Ein schöner letzter Abend in Québec.
Durch Vero habe ich, wie sie gut gesagt hat, ein paar Tage als „Québecoise“ gelebt und alles gemacht was man so in Québec macht, wenn man dort wohnt. Ein wenig melancholisch war ich dann schon, als ich diese so schöne Stadt wieder verlassen musste und auch meine Freundin natürlich.
Ja und seit Sonntag bin ich wieder bei Nathalie in Montréal ! Wir haben einiges vor diese Woche und ich freue mich schon sehr darauf ! Nächste Woche geht’s dann nach Toronto von wo aus ich am 8./9.10 nach Hause fliegen werde ! :)

Aber wie immer jetzt die Bilder.. diesmal sehr sehr viele !! :)


Auf dem Weg zum Parc national






See am Campingplatz und unserem Parkplatz


Fluss, am Anfang unseres Schneeschuhweges
























Lac Pointu




Lustige Pilze


Spannender Abend mit Robinson Crusoe :)


wärmendes Ofenfeuer
Auf dem Weg zu "La pinède"



Schneemoos




schüchterner Reiher

Panoramablick vom Mont du Lac des Cygnes

Das Steinpferd geniesst die Aussicht

und auch die Phoebe :)


Typisches Moos

Bucht vor Baie-St-Paul




Auf der Fähre vor Tadoussac



Strand vor Tadoussac
Lagerfeuer bei "Le Balcon vert"

Dienstag, 20. September 2011

Québec..

Als Nathalie und ich am Freitag Mittag in Québec angekommen sind, waren wir total glücklich und sind gleich stundenlang an den "Champs de Bataille" und in Vieux-Québec rumgelaufen und haben uns alles ganz genau angeschaut.
Alte Häuschen, enge Gassen, wahnsinnig steile Strässchen, Pferdekutschen und überall die blauen Québec-Flaggen..
Im Gegensatz zu Montréal ist doch alles etwas kleiner, ähnelte fast einen französischen Dörfchen, wenn nicht doch immer wieder vieles etwas anders wäre. Ein altes kanadisches Städtchen eben, mit kanadischem Flair. :)
Am Abend sind wir dann zu meiner Freundin Véronique gefahren und haben mit ihr und ihrer Freundin lecker Abend gegessen.
Spontan ging es dann noch in eine ihrer Lieblingsbars um die Ecke, wo wir ein tolles Konzert von einer amerikanischen Indie-Rock-Band (The Dodos) gehört haben. Ich war total begeistert !! :)

Am Samstag, 17.09, haben Nathalie, Vero und ich uns mittags auf den Weg zum "Parc de la Chute-Montmorency" gemacht. Auf dem Weg haben wir uns einen Kaffe in Veros Lieblingskaffee gegönnt und natürlich gleich die tolle Band vom Vorabend gesehen. :)
Der Wasserfall an sich ist höher als die Niagara-Fälle. An der Seite führen viele Treppen im zickzack an der Bergwand hoch und oben kann man dann auf einer Brücke direkt über dem Wasserfall stehen und in die Tiefe schauen.
Für das erste Stückchen kanadische Natur war mir das alles etwas zu touristisch und so sind wir noch ein bisschen Flussaufwärts gelaufen und haben dort die noch sattgrüne Baumlandschaft genossen.
Nathalie ist noch am selben Abend wieder nach Montréal gefahren. Vero hat mich mitgenommen und wir waren erst in der ältesten "Taverne" Québecs und dann auf einer geheimnisvollen Party in der Altstadt. Alle in schwarz, Treffpunkt an der Treppe um 23.45Uhr, keine wusste um was es geht. :)
Im Endeffekt ist nichts aussergewöhnliches passiert, was aber anscheinend für den "Organisator" ungewöhnlich ist.

Die Tage danach habe ich zum Teil alleine noch ein bisschen die Stadt entdeckt, war mit einem anderen deutschen mit der Fähre auf der anderen Flussseite in einer "Microbrewery" und habe Québec und viel kanadisches Leben durch Vero mitbekommen. Wirklich toll, die Möglichkeit zu haben auch wirklich die Leute und deren Gewohnheiten und Lebensweisen erfahren zu können.
Jetzt ist eine Woche rum und ich fühle mich total wohl hier. Auch der Schock über die Preise hier ist etwas verflogen. Wenn auch teuer, waren alles Essen hier wirklich lecker. Typisch wohl hausgemachte Pommes, Burger, Nachos mit Käse und Sossen, Poutine und natürlich nicht zu vergessen alles was mit Ahornsirup zu tun hat !! :)
Nach den beiden Städten freue ich mich jetzt sehr auf die Natur die nächsten Tage.
Morgen geht es mit Martin, einem anderen Deutschen und einem Mietauto in einen Nationalpark nordöstlich von Québec.. ich freue mich riesig auf die Wanderungen und Übernachtungen in Hütten ohne Strom oder Wasser.. :)

Aber auch diesmal.. erst wieder ein paar Eindrücke in Bildern..

Rathaus 

Blick von Parc des Champs-de-Bataille auf den St. Lorenzstrom






kanadisches Süssigkeitenparadies.. ?? :)

Vero mit einem spezial-Kaffee

Stammcafé "Le Nektar" mit the Dodos im Hintergrund :)

Chute Montmorency

Blick von oberhalb des Wasserfalls auf die Stadt

etwas Flussaufwärts

die ersten roten Blätter..


Chateau Frontenac - meist fotografiertes Hotel der Welt - ich trage gerne dazu bei ;)

Blick auf die Brücke zur Île d'Orléans

Vieux-Québec